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Für die Brustformung mit Macrolane wird die bereits von dem Einsatz von Kochsalz- oder Silikonimplantaten her bekannte Baker-Klassifikation verwendet. Mit dieser Skala werden üblicherweise Kapselbildungen in der Brust bewertet. Wir möchten Sie im Folgenden über die Einteilung gemäß Baker informieren und Sie über die Bildung einer Gewebekapsel aufklären.
Es muss generell berücksichtigt werden, dass jedes Fremdmaterial, was im Körper und auch in der Brust zum Einsatz kommt, eine körperliche Reaktion auf das Material auslöst und zu einem gewissen Maß eine Verkapselung bewirkt. Diese Reaktion des Körpers auf Fremdmaterial wird als normale Reaktion eingestuft. Klinische Relevanz hat diese Einkapselung nur in solchen Fällen, in denen die Menge des Kapselgewebes und die Stärke der Kapsel zu einer Verhärtung und Tastbarkeit führt.
Eine Verkapselung nach Baker-Skala Grad I oder II wird als klinisch nicht signifikant eingestuft. Sie verursacht in der Regel keine optische oder fühlbare Beeinträchtigung des Patienten. Ab Baker Grad III ist die Kapsel im Gewebe tastbar, beeinflusst jedoch nicht die Form und das Aussehen der Brust. Ab Grad IV ist die Kapsel deutlich zu spüren, beeinflusst die Form und das Aussehen der Brust und kann zu Schmerzen führen.
Die Gründe für die Entstehung einer Kapselbildung nach Baker Grad III oder IV sind nicht näher bekannt, gewisse Faktoren können jedoch zur Entstehung beitragen. Nach derzeitigem Erkenntnisstand sollten Sie insbesondere dann mit Ihrem Arzt darüber sprechen, wenn einer der folgenden Punkte bei Ihnen zutrifft:
- Rauchen gilt als vermutlich häufigste Ursache
- Ein Bluterguss nach der Behandlung fördert möglicherweise die Narbenbildung im Gewebe
- Eine Infektion nach der Behandlung stimuliert ebenfalls die Bildung von Narbengewebe (Antibiotika-Gabe zur Behandlung hilft, dies zu vermeiden)
- Die individuelle Reaktion des Patienten auf die Behandlung oder das Produkt fördert möglicherweise ebenfalls die Bildung einer Kapsel
Während eine Kapselbildung nach Baker Grad I und II keiner Behandlung bedarf, sollte eine Kapsel Grad III oder Grad IV jedoch vom Arzt begutachtet und ggf. behandelt werden. Untersuchungen in Europa zufolge erfährt nur ein geringer Prozentsatz der mit Macrolane behandelten Patienten eine Verhärtung der Kapsel nach Baker Grad III oder IV – nach Meldungen an Q-Med liegt die Quote zur Zeit bei ca. 3% der behandelten Patienten (Stand 06/2009).
Die Behandlung dieser Verhärtung erfolgt nach individuellem Zustand des Gewebes, ihr kann beispielsweise entweder mit Massage, mit der Lösung der Kapselkontraktion oder mit der Entfernung des Produkts aus dem Gewebe entgegengewirkt werden.
Lassen Sie sich auch von Ihrem Arzt zu diesem Thema beraten, wenn Sie noch Fragen dazu haben. Hier geht es zur Arztsuche.
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