Treppenlift zur Miete

Bei vielen Menschen kommen die körperlichen Einschränkungen immer sehr plötzlich und die Betroffenen können sich nur schwer darauf vorbereiten. Dies gilt für die seelische sowie finanzielle Situation, die oft nicht dafür ausgelegt sind. Denn der Umbau der Wohnung und die Anschaffung eines Treppenlifts kosten viel Geld und werden für diese zur großen Belastung. Daher bieten einige Hersteller von Treppenliften an, ihre Geräte für eine gewisse Zeit zu mieten. Dies macht es für viele Leute machbar einen Lift zu bekommen und dafür keine Schulden aufnehmen zu müssen. Zudem benötigt ein Teil der Menschen diesen nur für eine kurze Zeit und somit finden diese eine optimale Lösung. Die Hersteller profitieren auch von einer kurzfristigen Miete, da diese nicht ganz so viele Lifte anfertigen müssen und dennoch potentielle neuen Kunden gewinnen.

Allerdings ist die Miete eines Treppenlifts nur sinnvoll, wenn sich die baulichen Voraussetzungen in einem gewissen Rahmen bewegen. Denn je einfacher die Treppe, desto weniger muss der Lift angepasst oder verändert werden. Somit stellt eine gerade Treppe und nur von einem in das andere Stockwerk, ein ideales Beispiel für eine Miete dar. Hier kann der Monteur den Lift leicht und unkompliziert installieren und die geraden Schienen sind leicht herzustellen. Handelt es sich aber um eine kurvige und enge Treppe, die über mehrere Stockwerke geht, müssen die Schienen genau an den Treppenverlauf angepasst werden. Dadurch steigen die Kosten für den Lift immens und man sollte sich in diesem Fall die Miete noch einmal überlegen. Denn dann kann eine komplett gekaufte Treppenliftanlage sich mehr rentieren und ein besseres Ergebnis bringen. Aber dies hängt auch von den eigenen Anforderungen ab. Sind hier besondere Wünsche dabei, sollte man die Miete genau durchrechnen und mit einem Kauf vergleichen. Die Höhe der Miete setzt sich dabei grundsätzlich aus den Anpassungsarbeiten und den Kosten für die Installation zusammen. Daher ist diese bei einer kurvigen Treppe oder bei mehreren Etagen höher als bei einer kurzen geraden Treppe.

 

Bei einer Miete sollten dann auch alle allgemeinen Serviceleistungen der Anbieter mit inbegriffen sein. Dazu zählen die Wartung, Reparatur, Garantie und der Kundenservice. Da man den Lift doch über eine längere Zeit im Betrieb hat, können natürlich Störungen oder Schäden auftreten. Deshalb ist es zu empfehlen, diese Leistungen mit in den Mietvertrag aufzunehmen, um in diesem Fall jemanden zu haben, der dies übernimmt. Daher sollte ebenfalls eine jährliche Wartung durchgeführt werden, damit sich der Lift immer im einwandfreien Zustand befindet.

 

Somit kann es für einige Menschen attraktiv sein, einen Treppenlift für eine gewisse Zeit zu mieten. Denn nach einem Unfall oder einer großen Operation kann so die Rehabilitation der Person unterstützt werden, indem ein Lift flexibel gemietet werden kann. Durch die monatlichen Raten und die geringere Anzahlung wird dieser nicht zur finanziellen Belastung. Die Laufzeit der Miete kann auf die Bedürfnisse und Heilung der Betroffenen angepasst werden, wodurch der Treppenlift nur so lange vorhanden ist, bis wieder alles ohne Probleme funktioniert. Dann wird dieser abgebaut und wieder zurückgenommen. Somit sorgt die Miete eines Treppenlifts für einen guten Übergang für die betroffene Person, die trotz ihrer Einschränkung ihr ganzes Haus nutzen kann.

Liftmodelle

Wenn man sich dafür entschieden hat, seine Mobilität mit einem Treppenlift wieder zu steigern und seine Wohnung umzubauen, stehen einem mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Denn durch die Weiterentwicklung der individuellen Lösungen gibt es die verschiedensten Modelle, die sich an fast jede Situation anpassen. Dadurch kann einer Person die bestmögliche Lösung geboten werden. Denn die unterschiedlichen Typen eigenen sich jeweils für bestimmte Bewegungseinschränkungen und erleichtern somit genau diesen Betroffenen immens den Alltag. Dabei unterscheidet man grundlegend zwischen vier Arten, die alle ihre eigenen Besonderheiten aufweisen. Die Auswahl des Liftmodells sollte dann von der technischen Seite sowie vom Krankheitsbild der Person abhängig gemacht werden. Andernfalls könnte es passieren, dass der Lift nicht zu einer Verbesserung der Situation beitragen kann.

 

In der Regel kann jede der vier Arten auf einer normal begehbaren Treppe montiert werden. Es spielt keine große Rolle, ob die Treppe kurvig oder gerade ist und ob diese recht eng ist. Wenn die Treppe eine normale Treppenbreite aufweist, ist es kein Problem dort einen Treppenlift zu verbauen. Der am häufigsten verbaute Typ von allen ist der Sitzlift. Hierbei kann der Nutzer im Sitzen in ein anderes Stockwerk gebracht werden. Der Sitz verfügt über zwei Armlehnen und ein Fußbrett, wodurch eine angenehme Fahrt sichergestellt ist. Dieses Modell wird oft gewählt, da älteren Personen meist das Gehen und Stehen große Probleme bereitet und sie sich durch diesen nicht anstrengen müssen. Denn der Lift fährt normalerweise recht langsam über die Treppe, wodurch die Fahrt eine gewisse Zeit dauert, in der man dann nicht stehen muss. Allerdings gibt es auch Personen, denen das Hinsetzen und Aufstehen große Schmerzen bereitet, da sie ihre Gelenke nicht mehr richtig beugen können. Für diesen Fall gibt es den Stehlift, der dem Sitzlift ziemlich ähnlich ist. Bei diesem Modell ist anstelle des Sitzes eine Stehplatte verbaut, auf der der Betroffene stehen kann. Somit kann sich dieser einfach in aufrechter Position nach oben transportieren lassen. Dadurch haben die Personen keinen zusätzlichen Aufwand oder Schmerzen durch das Hinsetzen und Aufstehen. Wichtig hierbei ist, dass der Benutzer noch mit hüfthohen Armlehnen und einem Sicherheitsbügel vor einem seitlichen Kippen geschützt ist. Daher treten auch bei diesem Modell keine Unfälle auf. Eine spezielle Variante des Treppenlifts für Rollstuhlfahrer, ist der Plattformlift. Dieser verfügt über eine ausreichend große Plattform, auf die ein Rollstuhl passt. Dieser Lift hat durch seine stabile Bauweise eine hohe Tragfähigkeit und kann somit den Betroffenen mitsamt dem Rollstuhl transportieren. Zudem können mit der Plattform auch schwere Lasten befördert werden, womit die Nutzung durch andere Personen möglich wird. Der betroffene Nutzer kann relativ komfortabel über eine Auffahrtrampe auf die Platte gelangen und wird durch Sicherheitswände vor dem Rollen geschützt. Der Lift verfügt dabei über eine feste Bedienkonsole, die direkt aus dem Rollstuhl gesteuert werden kann. Das weitere Modell Hublift ist ebenfalls für den Transport von Personen mit Gehhilfen oder Rollstühlen konzipiert. Dieser fährt senkrecht nach oben und schafft dabei eine Höhe von ungefähr 1,30 Meter. Der Hublift wird vor allem im Außenbereich zur Überwindungen von kleineren Treppen im Eingangsbereichs eines Gebäudes eingesetzt.

Die Wahl des richtigen Liftmodells ist also dafür entscheidend, wer den Lift alles nutzen kann und wie er diesen den Alltag erleichtert.

Voraussetzung für einen Treppenlift

Bevor man sich einen Treppenlift für die eigenen vier Wände anschafft, sollte zuallererst die Treppe auf die Machbarkeit einer solchen Anlage überprüft werden. Denn es müssen dafür bestimmte Kriterien erfüllt sein, um einen Lift zu montieren. Dies ist besonders in älteren Gebäuden wichtig, wo die Treppen unterschiedlich zueinander sind und meistens ziemlich eng gebaut wurden. Wird nicht kontrolliert, ob alle Voraussetzungen gegeben sind, kann am Ende der Lift nicht richtig installiert werden. Deshalb sollte die Treppe immer von einem Experten begutachtet und ausgemessen werden, damit die Machbarkeit der Liftanlage sichergestellt ist. Für den Einbau sind daher einige Punkte zu beachten.

 

Ein Kriterium für die Machbarkeit ist die Treppenart und die damit verbundene Treppenform. Diese ist entscheidend für die Wahl des Schienensystems und des Materials. Man unterscheidet hierbei grundsätzlich zwischen geraden und kurvigen Treppen. Die einfachste Montage erfolgt auf einer geraden Treppe, da hier die Schienen so wie sie sind in einer Linie angebracht werden können. Hingegen bei einer kurvigen Treppe müssen diese dem Kurvenverlauf angepasst werden, also dementsprechend gebogen werden. Es besteht dann die Möglichkeit, die Schienen am Geländer oder an der Wand anzubringen, wodurch sich die Länge unterscheiden kann. Bei einer Wendeltreppe entsteht so ein größerer Aufwand bei der Montage der Schienen. Diese sollte daher größer als die Mindestbreite von 70 Zentimeter sein. Es spielt aber dabei keine Rolle, wie viele Stockwerke jeweils mit dem Lift überwunden werden. Die Schienen werden einfach individuell an die Treppenlänge sowie an die Unterbrechungen oder Etagen angepasst. Dies hat aber großen Einfluss auf die Kosten der Anlage, da mehr Schienen und eine längere Montage notwendig sind.

Ein weiterer Faktor für einen ordnungsgemäßen Einbau des Lifts, ist das Material der Treppe. Es gibt in Häusern die verschiedensten Treppen aus klassischen gemauerten Ziegeln, Stahl, Beton oder aus Holz. Diese Stoffe haben für die Befestigung der Schienen eine gewisse Bedeutung. Denn das Schienensystem kann entweder auf der Treppe oder an der Wand verankert werden. Deshalb müssen die Befestigungsmöglichkeiten davor auf ihre Belastbarkeit geprüft werden, um eine stabile Verankerung des Treppenlifts zu gewährleisten. Durch die heutigen modernen Befestigungen halten die Schienen aber in fast jedem Material ziemlich fest. Im Fall einer kurvigen Treppe wird die Schiene oft an der Wand befestigt, da die Stufen der Treppe meist unterschiedlich groß sind und sich daher nicht dafür eignen. Ist aber eine belastbare Wand vorhanden kann diese verwendet werden.

 

Für die richtige Montage und eine komfortable Nutzung des Lifts, ist ein großer Anfangs- sowie Endbereich der Treppe ein sehr wichtiger Punkt. Dadurch wird sichergestellt, dass der Nutzer der Anlage genügend Platz hat, um auf den Lift umzusteigen. Denn der Einstieg und der Ausstieg stellen einen kritischen Punkt bei der Nutzung des Lifts dar, weil sich die Betroffenen oft nur noch schlecht hinsetzen oder aufrichten können. Ist dort aber entsprechend viel Platz zur Verfügung kann sich der Sitz aufdrehen und der Nutzer kann leichter aussteigen. Zudem können diese dann auch besser durch andere Personen unterstützt werden. Deshalb sollte der Bereich am Treppenanfang und Treppenende offen gestaltet sein und nicht mit Gegenständen zugestellt sein.

Alternativlösungen zum Treppenlift

Viele Menschen mit einer Mobilitätseinschränkung haben Schwierigkeiten ihren Alltag, selbst im eigenen Haus, zu bewältigen. Denn dieser steckt voller Hindernissen und Tücken, die deren Bewegungsfreiheit noch weiter einschränken. Oftmals ist die Treppe eine unüberwindbare Hürde, da es sich um einen recht mühsamen Bewegungsablauf handelt. Viele haben auch Angst davor, aufgrund der verminderten Reaktionszeit, zu stürzen und sich dabei zu verletzen. Daher benötigen diese Personen ein Hilfsmittel, dass diese komfortabel in ein anderes Stockwerk transportiert. Hierbei ist vor allem der Treppenlift eine beliebte Lösung. Denn dieser kann ohne großen Aufwand installiert werden und befördert die Betroffenen zuverlässig entlang der Treppe nach oben und unten. Allerdings ist man bei diesem an den Verlauf sowie den Standort der Treppe gebunden. Ist dieser aber nicht optimal gelegen, muss eine alternative Lösung gefunden werden.

Eine Möglichkeit stellt hierbei der Senkrechtlift dar. Dieser befördert die Person über mehrere Stockwerke hinweg. Der Vorteil dabei ist, dieser kann an fast jeder möglichen Stelle im Haus platziert werden, damit er in allen Etagen optimal erreichbar ist. Denn der Lift benötigt keinen Schacht und nimmt somit nur wenig Platz in Anspruch. Die Funktionsweise entspricht dem des klassischen Aufzugs, aber nur über eine Höhe von 18 Metern. Daher eignen sich diese hauptsächlich für private Haushalte mit geringem Personenverkehr. Der entscheidende Vorteil gegenüber einem Treppenlift, ist die flexible Positionierung des Lifts. Dies geschieht nach den Wünschen oder den Bedürfnissen der Benutzer. Somit kann ein geeigneter Platz im Haus ausgesucht werden, wodurch der Betroffene den Lift leichter erreichen kann und schneller in ein anderes Stockwerk gelangt. Eine ähnliche Lösung dazu bietet der Homelift. Dieser ist noch etwas kleiner und fährt langsamer als ein Senkrechtlift. Allerdings liegt dies an der selbsttragenden Konstruktion, die zusätzlich Kosten und Platz spart. Der Lift lässt sich auch an das Design der Räume anpassen und ist dadurch kein störendes Element. Zudem überwindet man mit einen Homelift in kürzerer Zeit eine größere Höhe, wodurch der Nutzer relativ schnell in die nächste Etage kommt. Bei einem Senkrechtlift müssen im Vergleich zum Treppenlift ebenfalls wenige bauliche Umbaumaßnahmen vorgenommen werden. Allerdings können diese aufgrund der geschlossenen Kabine eine größere Sicherheit für den Nutzer gewährleisten.

Eine weitere Lösung Menschen in ein anderes Stockwerk zu transportieren, ist der Außenaufzug. Dieser eignet sich vor allem für Gebäude mit einem erhöhten Personenaufkommen oder für öffentliche Institutionen. Denn oft ist die Nachrüstung eines normalen Aufzugs im Inneren der Häuser nicht mehr möglich. Für diesen Fall bietet der Außenaufzug eine gute und effektive Möglichkeit, eine größere Anzahl an Personen zu befördern. Hierbei sind nämlich ebenfalls die Umbaumaßnahmen gering und beeinflussen die Kosten für die Anschaffung einer solchen Anlage wenig. Im Vergleich zu einem Treppenlift können durch den Aufzug in sehr kurzer Zeit bestimmte Höhe überwunden und viel mehr Menschen der Weg zu ihrer Wohnung erleichtert werden. Zudem kann dieser auch ohne Probleme von einem Rollstuhlfahrer genutzt werden und es müsste kein zweiter Lift installiert werden. Allerdings sollte für eine rentable Nutzung des Außenaufzugs ein entsprechender Personenverkehr vorhanden sein.

Dies zeigt aber, dass es durch die heutige Technik mehrere Alternativen zu einem Treppenlift gibt. Diese sollten aber an die jeweilige Situation der Betroffenen angepasst werden.